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Schmetterling International stellt Forderung nach einem Tourismus-Konzept für 2022 an Politik – Alexander Dobrindt stellte sich Diskussion 

Geschwand, 3. September 2021 | Fast 75 Prozent Umsatzeinbruch bei den vermittelten Reisen durch Schmetterling Reisebüro-Partner bis jetzt im Vergleich zu 2019 wegen Corona – diese drastische Zahl fiel beim Unternehmensbesuch von Alexander Dobrindt, Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender der CSU im Bundestag, bei Schmetterling International in Geschwand Ende August. Dobrindt befand sich auf einer Tour durch die Region Fränkische Schweiz und stattete dem Touristikunternehmen einen Besuch ab.

Touristik-Unternehmen wollen so schnell wie möglich wieder ohne Überbrückungshilfen bestehen

Neben der Gastronomie und der Veranstaltungsbranche ist die Touristik der Wirtschaftszweig, der durch Corona am meisten getroffen wurde. In der Präsentation des Unternehmens ging Ömer Karaca, Geschäftsbereichsleiter bei Schmetterling, auch auf die Überbrückungshilfen ein: „Ganz klar, ohne die Überbrückungshilfen und die Regelungen zur Kurzarbeit, hätte Schmetterling diese schwierige Zeit wahrscheinlich nicht aus eigener Kraft überlebt und sehr viele unserer Reisebüropartner auch nicht. Dafür sind wir dankbar“, so Karaca. Der Anspruch als Unternehmen und der Reisebüro-Partner sei aber, so schnell wie möglich wieder ohne Ü-Hilfen bestehen zu können. „Deshalb brauchen wir für das Jahr 2022 wieder Planbarkeit und Verlässlichkeit für Touristiker und Reisende“, fährt Karaca fort.

Tourismus-Konzept für 2022 von Politik gefordert

„Wir fordern von der Politik, dass bereits jetzt ein Konzept erarbeitet wird, das realistische Rahmenbedingungen für 2022 schafft“, so Karaca weiter in Richtung Alexander Dobrindt.
Dazu gehören zum Beispiel einheitliche Quarantäneregelungen, eine Ausweitung der Impfkampagne, ein global geltender, digitaler Impfausweis sowie EU-weite Regelungen, die das Reisen wieder planbar machen. „Es kann nicht sein, dass Reisewillige und insbesondere Familien sich nicht trauen in den Urlaub zu fahren, weil nicht klar ist, ob man im Anschluss in Quarantäne muss, die Kinder möglicherweise den Schulstart verpassen oder man nicht an den Arbeitsplatz zurückkehren kann.“ Dies sei ein Grund, weshalb die Buchungszahlen vor allem für Pauschalreisen, nach einer leichten Erholung im Mai und Juni dieses Jahres, in den Sommerferien wieder deutlich rückläufig seien. Die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes kämen zudem zu kurzfristig.

Schmetterling International hat während der Krise schnell Soforthilfe-Pakete angeboten

Schmetterling International hat während der Krise selbst sehr schnell gehandelt und bereits im März 2020 ein Soforthilfe-Paket auf den Weg gebracht und über eine Million Euro an seine Reisebüro-Kooperationspartner vergütet. Im April 2020 wurde ein weiteres Paket mit Rabatten zu den Technikprodukten zur Verfügung gestellt. Im Juni folgte dann noch der Launch von zwei neuen Technikmodulen: Beds and More und GO4IT. Beds and More optimiert die Vermittlung von Hotels sowie weiteren Unterkünften. GO4IT ermöglicht den Reisebüros eine vollautomatisierte Omnichannel-Kundenansprache ohne eigenen Aufwand. Letzteres war besonders wichtig zu dieser Zeit, als Reisebüros für den Kundenverkehr geschlossen bleiben mussten. Beide Technikmodule wurden den Partnern zum stark rabattierten Preis angeboten. Es wurde durchgängig kostenfreies Marketing- und Infomaterial zur Verfügung gestellt zur Kommunikation der Reisebüropartner mit den Endkunden. Geschäftsführerin Anya Müller-Eckert fuhr persönlich nach Berlin, um an Demonstrationen der Reisebranche teilzunehmen. Es folgten weitere Brandbriefe und Appelle an Gesellschaft und Politik.

Reisen kann Umweltschutz und Entwicklungshilfe sein – Auch Politik muss das Image fördern

Die Geschäftsleitung von Schmetterling International, warf ein, dass es weitere problematische Aspekte gibt, die der Touristik auch nach Corona Schwierigkeiten machen werden. Bedingt durch die Diskussion um den Klimawandel, leide das Image des Reisens immer mehr. Dabei werde vergessen, dass durch das gewachsene Bewusstsein für Klima- und Umweltthemen, Erwartungen in die Reiseländer transportiert werden. Dies könne ein Treiber für Umweltschutz in den Reiseländern sein, da viele Touristen inzwischen auf Umweltstandards achten. Diese Aspekte müsse auch die Politik transportieren und thematisieren. Außerdem hingen in den Zielregionen sehr viele Existenzen vom Tourismus ab. „Reisen ist auch ein Bestandteil der Entwicklungshilfe und fördert die internationale Verständigung“, führte die Geschäftsleitung weiter aus.

Dobrindt bot weitere Gespräche an

„Bei unserem verdichteten Arbeitsalltag brauchen die Menschen Erholung. Ein Ortswechsel in Form von Reisen ist dafür wichtig“, stimmte Dobrindt zu. Er sei gegen ein Mittelstreckenverbot, wie es in einigen Ländern angedacht und diskutiert wird. Das Thema Flugscham sei ideologisch getrieben und wissenschaftlich nicht haltbar. Beim Thema CO2-neutrale Treibstoffe für den Flugverkehr sei man schon sehr weit. „Letztlich geht es auch um die Freiheit, die wieder vollumfänglich hergestellt werden muss“, fügte Dobrindt hinzu. Er bedankte sich für die Informationen und Einsichten in die Tourismusbranche aus erster Hand und bot weitere Gespräche mit Schmetterling International an.

Über Schmetterling International

Schmetterling International ist das größte mittelständische, unabhängige und inhabergeführte Touristik-Vertriebsunternehmen in Deutschland und Europa. Als Komplett-Dienstleister für Reisebüros vereint Schmetterling die gesamte Welt der Touristik unter einem Dach: Tourism, Technology, Fulfillment, Versicherungsmakler, Gruppenreisen. Die Schmetterling International GmbH & Co. KG beschäftigt in Geschwand bei Nürnberg rund 300 hoch qualifizierte Mitarbeiter und entwickelt sich seit über zehn Jahren besser als der Wettbewerb. Schmetterling ist ein Familienunternehmen und wurde 1968 von Willi Müller gegründet. Tochter Anya Müller-Eckert führt das Unternehmen in der 2. Generation.

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